Wieso schlechte Coaches oft mehr verdienen als gute

Gute Coaches fokussieren sich oft nur darauf, ein Zertifikat nach dem nächsten zu machen, während viele schlechte Coaches einfach nur ihr Marketing & Verkaufen optimieren. In sich selbst investieren oder Geld ausgeben, um Geld zu verdienen? Im Idealfall natürlich beides! Die Berufsbezeichnung Coach ist nicht geschützt, noch an Voraussetzungen geknüpft und dadurch tummeln sich auf dem Markt viele selbst ernannte Coaches ohne Ausbildung oder relevante Erfahrung.

Prioritäten bei Coaches: Zertifikate vs. Marketing

Eine Flut von Zertifikaten von unterschiedlichen Anbietern macht es oft nicht einfacher. Zum Teil sind die Zertifikate auch nur überteuerte Marketingargumente ohne praktischen Beitrag. Dabei sind fundierte psychologische Kenntnisse und Fertigkeiten so grundlegend, um Klienten überhaupt coachen zu können. Oft gelingt es leider genau den schlechten Coaches mehr Umsatz zu generieren als den wirklich kompetenten Coaches. Der folgende Artikel wird diesem Phänomen auf den Grund gehen und die Ursachen erläutern.

Professionelles und ernst gemeintes Coaching ist weit mehr als Lebensberatung oder Ratschläge zu erteilen. Ohne entsprechendes Fachwissen, Methoden und Techniken spüren die Klienten schnell, dass sie nicht in guten Händen sind. Aus- und Weiterbildungen für Coaches sind meistens mit viel Zeit und viel Geld verbunden. Hat man einen Kurs oder ein Seminar erfolgreich abgeschlossen, bekommt man ein Zertifikat, das wiederum die Kompetenz stärkt und bessere Erfolgsaussichten auf dem Markt verspricht. Man hat also in sich selbst investiert, aber dadurch alleine noch keine neuen Klienten gewonnen. Um die neu erworbenen Qualifikationen an den Mann zu bringen, muss entsprechendes Marketing betrieben werden, wenn dafür noch genug Budget übrig bleibt.

An dieser Stelle scheiden sich dann auch die Geister. Coaches, die überwiegend in Marketingmaßnahmen investieren, generieren sehr wahrscheinlich mehr Klienten. Mit einem guten Plan können potenzielle Klienten praktisch an jedem Ort zu jeder Zeit online wie offline angesprochen werden. Social Media, eine eigene Webseite, bezahlte Werbeanzeigen und Newsletter sorgen für immer mehr Klienten über das Internet.
Auch das Offline-Marketing zieht mit Methoden wie der Print-Werbung. Investiert ein Coach also rein in einen vielseitigen Marketing-Mix und nicht in sich selbst, kann es natürlich zustande kommen, dass ein schlechter Coach mehr Klienten hat als ein guter.

Im Folgenden befasst sich der Artikel mit effizienten und authentischen Marketing Maßnahmen für GUTE Coaches, um mehr Klienten zu generieren.

Viele gute Coaches sind keine begabten Selbstvermarkter und stehen mit ihrem Marketing auf eine Art Kriegsfuß. Dabei spüren gerade Coaches, die besonders gut arbeiten, nach wenigen Sitzungen bereits wieder Lücken in ihren Auftragsbüchern und benötigen neue Klienten. Dadurch wird Marketing eigentlich zur Pflicht. Im Coaching ist der Coach selbst „das Produkt“. Das ist sowohl das Kernproblem als auch die Lösung, denn hier kann auf lange Sicht nur authentisches Marketing helfen. Gerade Coaches können diese Vorgehensweise sehr erfolgreich umsetzen und so die Kunden gewinnen, die wirklich zu ihnen passen. Coaches, die ihren Fokus nicht auf das Marketing legen, nutzen meist nur sehr wenige Marketingmittel wie zum Beispiel einen rudimentären Internetauftritt und Visitenkarten. Insgesamt also eine sehr zurückhaltende Marketingstrategie.

Um ein Marketing Experte zu werden, sollte ein guter Coach alle sinnvollen Möglichkeiten nutzen, die ihm einfallen. Ob durchdacht oder ganz spontan, ein guter Coach sollte nicht zögern, auch mal im Mittelpunkt zu stehen.

Marketing für Coaches kann ganz einfach sein. In der folgenden Liste werden einige Anregungen geboten:

  • Welche Ziele erreichen Klienten durch die Zusammenarbeit mit dir? Verwende diese Aussagen auf der Website.
  • Wie verändert sich das Leben der Klienten nach eurer Zusammenarbeit? Platziere die Veränderungen in deiner Kommunikation und in Werbetexten.
  • Frage Klienten, warum sie genau zu dir gekommen sind. Verwende die Antworten in deiner Kommunikation und in Werbetexten.
  • Sammle Erfolgsgeschichten der Klienten und frage, ob du diese als Testimonial veröffentlichen bzw. damit werben darfst.
  • Frage Klienten, ob sie weitere Menschen kennen, die Interesse an deinem Angebot haben und bitte sie darum, den Kontakt herzustellen.
  • Ist beim Aufruf der Website sofort erkennbar, um was es geht? Wenn nein, dann ändere das. Kontrolliere auch, ob deine Website auf einem Mobiltelefon optimal angezeigt wird.
  • Füge auf deiner Website an geeigneter Stelle eine Handlungsaufforderung (Call to Actions) ein. Das gilt auch für Werbeanzeigen.
  • Die Über-mich-Seite ist eine der meistgelesenen Seiten. Inszeniere dich professionell und beschreibe Eigenschaften, die für Klienten von Interesse sind.
  • Arbeite regelmäßig daran, die Suchmaschinenoptimierung deiner Website zu verbessern.
  • Biete deinen Kunden den Eintrag in deinen Newsletterverteiler und versende hochwertige Emails.
  • Überarbeite das Google MyBusiness Profil und achte darauf, immer aktuelle Daten zu hinterlegen.
  • Schalte Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram oder Google.
  • Beginne einen Podcast.
  • Schreibe einen Blogbeitrag auf einer fremden Plattform.
  • Halte einen Vortrag auf einer Veranstaltung.

 

Man sollte sich selbstverständlich gegen Werbemaßnahmen entscheiden, die nicht den gewünschten Erfolg bringen werden. Es müssen natürlich auch nicht alle aufgelisteten Maßnahmen umgesetzt werden. Wichtig ist, dass ein Coach jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit für das eigene Marketing macht.

Marketing ist für Coaches elementar. Denn wie sonst sollen potenzielle Kunden davon erfahren, dass es einen guten Coach gibt? Viele Coaches setzen nur auf Mund-zu-Mund-Propaganda bzw. Empfehlungsmarketing. Doch bis dadurch genügend Kunden kommen, vergeht oft viel Zeit. Betreibt ein Coach gutes Marketing, macht er es sich und seinen Klienten leichter: Diese finden ihn schneller – und er selbst kann schneller coachen und Geld verdienen. Egal ob schlechter Coach mit vielen Klienten oder guter Coach mit wenig Klienten – Fakt ist, beide Methoden werden auf die Dauer nicht gut gehen! Ein klug budgetiertes Zusammenspiel aus Weiterbildungen und sinnvollen Marketingmaßnahmen sind die beste Methode, um die Klienten Gewinnung effektiv und kompetent voranzutreiben. Marketing für Coaches lässt sich heute an vielen Stellen via Internet automatisieren. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Klienten. Doch eines sollte dabei immer klar sein: Ein solches System muss aufgesetzt und mit Leben erfüllt werden. Gerade hier spielen regelmäßige Veröffentlichungen auf den eigenen Kanälen eine große Rolle. Doch wenn alles steht, braucht es nur noch relativ wenig Betreuung und Service, um das System am Laufen zu halten.

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